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Tibet Terrier

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Tibet Terrier

Beitragvon ben-sa » 29.11.2007, 18:13

Tibet Terrier

Geschichte:
Dieser langhaarige Hund soll seit mindestens 2000 Jahren existieren und ist entgegen seinem Namen gar kein Terrier, sondern ist ein Hütehund. Neben dem Tibet Mastiff gehört auch der Tibet Terrier zu den Hunden, deren Ursprünge im allgemeinen in der Himalajaregion um Tibet angesiedelt werden, und die den dort heimischen Völkern als Wach- und Hütehunde dienten. Sie galten als Reinkarnation verstorbener Priester und als Glücksbringer.

Für die Bevölkerung Tibets war dieser Hund gleich mehrfach wertvoll. Zum einen wurde im Winter sein langes Fell geschoren und zusammen mit Yakhaar zu einem warmen Stoff verwebt, der sehr angenehm zu tragen und dazu auch noch wasserabweisend war. Zum anderen schrieb man ihm die Gabe zu, verlorene Gegenstände auf magische Weise wiederzufinden. Weiterhin galt er alt Träger des Glücks (wie bei uns das Kleeblatt oder der Schonsteinfeger) und durfte nicht verkauft werden.

In den 20. Jahren erhielt eine britische Ärztin für die Rettung eines Tibeters von einer tibetischen Prinzessin zwei dieser Hunde als Geschenk. Sie nahm die Tibet Terrier mit nach England, wo die Rasse schnell eine zweite Heimat fand. Hunde aus dieser Linie sahen ziemlich struppig aus und hatten langes, gewelltes Haar. Während des Zweiten Weltkriegs kam der Tibet Terrier auch nach Deutschland. Hier entwickelte sich eine zweite, kräftigere Linie mit massigem, starkem Rumpf.
Bis jetzt zählt er glücklicherweise noch nicht zu den Modehunden, und man kann nur hoffen, daß das so bleibt.

Wesen, Haltung:
Der Tibeter hat ein stürmische und ausgelassene Temperament. Mit Nervosität oder Gereiztheit kann er dagegen überhaupt nichts anfangen; er ist völlig gelassen. Der Tibet Terrier ist ein sehr ausgeglichener Hund mit ganz normalen aktiven und ruhigen Phasen. Er ist kein Hund für jedermann. Wer zu freundlich oder ein wenig unsicher ist, dem tanzt er auf der Nase herum. Er ist stolz auf seine Herkunft, kennt seine Stärken und weiß, was er will. Für ein fröhlichfriedliches Zusammenleben ist es unerläßlich, daß er sich seinem Herrchen oder Frauchen unterordnet. Bei Menschen ohne natürliche Autorität, nutzt er deren Schwächen gnadenlos aus. Artgenossen gegenüber gibt sich der Rüde dominant.
An diesem Hund wird man lange Freude haben. Die ruhige, streßfreie Existenz der Lama-Möche hat diesen Vierbeiner geprägt, und er hat es geschafft, das durchschnittliche Hundeleben um ein paar Jahre zu verlängern. In der Tat ist ein Tibet Terrier von 16 oder 17 Jahren keine Seltenheit.
Eine Wohnung reicht ihm als Lebensraum, und am Familienleben hat er viel Freude. Dennoch liebt er Spaziergänge und lange Fußmärsche sowie Spielen und Toben im Freien. Richtig glücklich ist der Tibet Terrier allerdings erst, wenn´s hoch hinaus geht: Ein Urlaub im Gebirge wäre das Größte für ihn, und einen besseren Wintersportler wird man kaum finden.

Ernährung, Pflege:
Den Tibet Terrier gewöhnt man am besten so schnell wie möglich an die Kämm-Prozeduren. Alle 8 bis 10 Tage muß das Fell gründlich gestriegelt werden. Nach dieser Prozedur muß man den Hund noch kämmen.

Widerristhöhe: 35,5 bis 40,5 cm für Rüden. Hündinnen sind etwas kleiner.

Gewicht: 8 bis 13 kg.

Farbe:
Weiß, Gold, Creme, Grau oder rauchfarben, Schwarz, zwei- oder dreifarbig; eigentlich ist jede Farbe mit Ausnahme von Schokoladen- oder Leberbraun erlaubt.

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